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 Mein Garten

 
Wer mich kennen lernen will, muss meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz
 (Hermann Fürst von Pückler-Muskau)
 
 
Schon immer haben mich die englischen Gärten fasziniert. Was lag da also näher, als auch meinen Garten in diese Richtung zu gestalten. Und obwohl ich noch nie in England war, versuchte ich diesen Traum umzusetzen und habe mir die Informationen dazu in Gartenzeitschriften und Gartenbüchern angeeignet.
 
Meinen Landhausgarten habe ich fast im Alleingang angelegt, Hilfe habe ich nur bei den schweren Baumaßnahmen von meinem Mann und auch von meinen Söhnen erhalten. Alle Grabungsarbeiten zur Beetgestaltung oder auch die meisten Steinarbeiten habe ich selbst durchgeführt.
 
Zur Düngung in meinem Garten benutze ich Kompost und einen Bio-Dünger. Außerdem möchte ich nun, soweit möglich, von den Pestiziden Abstand nehmen. Nur im Ernstfall möchte ich Insektenschonende Spritzmittel einsetzen. Auch ein Insektenhotel wird mir hoffentlich gute Dienste leisten. 
 
Ein englischer Garten besteht aus mehreren Gartenräumen, an Pflanzen darf man alles nehmen, was zum romantischen Gartenstil passt. Außerdem sollten auch Gestaltungselemente, wie Durchgänge, Rosenbögen, Steinmauern, Kieswege, Pflasterungen und noch einiges mehr, im Garten verwendet werden. Auch Schatten- und Sonnenpartien sollen sich abwechseln. Und ganz wichtig sind die Sitzplätze, um den Garten auch genießen zu können. Um so richtig zu entspannen, ist auch eine Wasserstelle, wenn möglich mit einem Wasserspiel oder Wasserfall, wegen der Geräuschkulisse, von Vorteil.
 
 Mein Garten ist in mehrere Bereiche aufgeteilt.
 
So beginnt er im Anfangsbereich mit dem romantischen Garten. Dieser Gartenteil ist durch Hecken und Rosenbögen in 3 Bereiche eingeteilt. Kleine Buchshecken halten die Blütenfülle im Rahmen. An Pflanzen sind hier englische Rosen, Clematis, Hortensien, viele verschiedene Stauden und auch Sträucher zu sehen. Die Höhe im Garten findet man in den vielen Obstbäumen, welche schon sehr lange hier stehen. Es sind lauter alte Apfelsorten, welche großteils heutzutage gar nicht mehr vorkommen.
 
Durch eine Hainbuchenhecke mit Bogen betritt man den weißen Garten. Er ist durch einen Gitterzaun, den ich mit Efeu habe bewachsen lassen, begrenzt, auch Kletterrosen und Clematis dürfen hier am Zaun ranken. Hier gibt es vier quadratisch angeordnete, von Buchs begrenzte Beete, in der Mitte davon ein Buchsrondell mit einer Hochstammrose. Das Prunkstück in diesem Gartenteil ist ein selbst gebauter Pavillon, welchen ich von meinem Mann und den vier Söhnen  geschenkt bekommen habe. Wie der Name schon sagt, findet man in diesem Gartenraum nur weißblühende und graulaubige Pflanzen.
 
Zwischen der Buchenhecke und dem Efeu-Zaun gelangt man in den Schattengarten.
In diesem Bereich habe ich höher wachsende Bäume gepflanzt, um viel Schatten zu bekommen. Da fühlen sich unter anderem Farne, Rhododendren, Azaleen, Hortensien und schattenverträgliche Stauden wohl. Und für die sommerliche Erfrischung sorgt hier ein kleines Biotop. Der Sitzplatz an dieser Stelle ist eigentlich immer besetzt.
 
Wenn man wieder zurück in den romantischen Gartenteil spaziert, gelangt man über eine Treppe in ein weiter unten liegendes Rosenzimmer. Hier wachsen ca. 50 Rosen, mit verschiedenen Stauden und einjährigen Pflanzen habe ich die Lücken zwischen den Rosen ausgefüllt. Auch Clematis habe ich wieder dazu gepflanzt.
 
Im ganzen Garten verteilt wachsen zum jetzigen Zeitpunkt  an die 250 Rosen und 70 Clematis. Einige davon sind noch relativ frisch gepflanzt, und deshalb noch nicht ausgewachsen.
 
Wieder zurück im Romantikgarten, gehen wir weiter und gelangen in das grüne Zimmer. Dieser Bereich ist nur mit wenigen, vorwiegend nicht blühenden Pflanzen bestückt. Ich wollte bewusst nur die grüne, sehr beruhigende Farbharmonie wirken lassen. Außerdem ist dieser Gartenraum fast rund gehalten, um die positiven Energien fließen lassen zu können. Dem entsprechend habe ich deshalb bei der Pflanzenauswahl auch auf diese runde Form geachtet. Große Buchskugeln und Hosta geben diesem Raum einen Rahmen. Auch die Treppe, welche aus diesem Zimmer führt, ist rund gehalten. Durch einen Buchenbogen gelangt man dann weiter in das nächste Gartenzimmer.
 
Hier handelt es sich um meinen Bauerngarten. Für diesen habe ich mehr als 1000 Stück Buchsstecklinge angezogen, um dem Gemüsegarten einen Rahmen im alten Bauerngartenstil zu geben. Die Pflege der einzelnen Beete gestaltet sich dadurch auch sehr viel einfacher. Hier findet man nicht nur Gemüse, sondern auch Kräuter, Beerensträucher und Zierpflanzen.
 
Spaziert man am Ende des Bauerngartens durch das Gartentor, gelangt man in den Sommergarten. Dieser Teil ist neu angelegt worden ( 2010 ), deshalb muss er erst einwachsen. Und ich werde auch noch die eine oder andere Umgestaltung der Pflanzen vornehmen. Aber großteils wachsen hier, eine neue Leidenschaft, Taglilien. Auch Rosen sind, neben Stauden, Gräsern, Hortensien, Rhododendren und Päonien, wieder mit dabei.
Seit heuer ( 2012 ) gibt es hier nun auch meine heiß ersehnte Feuerstelle. Diese wurde von meinem jüngsten Sohn Christian, von Beruf Zimmerer, in einem Erstversuch aus alten Maurerziegeln aufgemauert. Ich freue mich schon auf die hoffentlich vielen Stunden bei einem gemütlichen Feuer beim Erdäpfel- oder Woaz ( Kukuruz) braten.
Auch ein neuer Sitzplatz lädt nun in diesem Gartenteil zum Entspannen ein.
 
Zum Schluss kommen wir nun in einen ganz besonderen Gartenteil. Dieser Bereich war immer sehr ausgetrocknet; was lag da also näher, als einen mediterranen Garten anzulegen. Der Lavendelhang wird von einer Steinmauer gehalten, welche mir mein lieber Mann in Trockenbauweise gebaut hatte. Wenn man zum südländisch anmutenden Sitzplatz hochgeht, kommt man an den alten Rosen vorbei. Leider blühen diese nur einmal im Jahr, doch entschädigt die Blütenfülle und auch der berauschende Duft dafür hundertmal. Der Sitzplatz ist ein weiteres Highlight geworden. Mit abgeschälten Baumstämmen als Stützfunktion für das Dach, haben mein Mann und die Söhne ein Unikat geschaffen. Da hier die Sonne bis zum Untergang zu sehen ist, bietet sich dieser Platz auch ausgezeichnet als Abendsitzplatz an.
 
Anschließend an diesen Bereich gelangt man in den Kräutergarten. Da ich hier hauptsächlich sandigen Boden vorgefunden habe, im Gegensatz zum übrigen lehmigen Boden im gesamten Garten, fühlen sich die Kräuter hier wirklich wohl. Inzwischen verwende ich diese Kräuter nicht nur im Haushalt, sondern ich bereite daraus auch Tees, Tinkturen, Öle und Balsam zur Hautpflege zu. Um die wundervolle Duftvielfalt zu genießen laden 3 Bänke zum Ausruhen ein. Als Begrenzung für diesen Gartenteil und gleichzeitig als Zaunverkleidung habe ich alte Weinstöcke verwendet. Und einen selbstgebauten Weidenzaun kann man hier auch sehen.
Ebenfalls seit dem heurigen Jahr (2012) steht hier nun das seit Anlegens des Kräutergartens geplante große Insektenhotel, das, wie ich hoffe, von vielen Wildinsekten genutzt werden wird. Erbauer dieses Projektes war auch hier wiederum mein Sohn Christian.
 
Bevor man dann zum Ausgangspunkt zurück kommt, spaziert man noch einmal an englischen Rosen vorbei und genießt zum Abschluss noch einmal deren wunderbaren Duft.

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